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aktuell in Werl

Wir werben für folgende Veranstaltung um Ihr/Euer Interesse:
  
Bienen für eine funktionierende Umwelt
Die Stadt Werl zeichnet heute Menschen, Gruppen, Projekte und Ideen aus, die sich in erster Linie mit Umwelt und Naturschutzgedanken befassen.
Mir wird heute die Ehre zuteil, ein paar Worte zur Bewerbung der Familie Miglietti zu sagen.
Die Jury hat sich für Bewerber entschieden, die seit 2016 ihr Hobby etablieren: Die Neugründung einer Imkerei.
Die Hinweise in den Medien über den Rückgang von Insekten und die Konsequenzen daraus für Umwelt,Naturschutz und für die Ernährun der Menschheit waren die Ausgangslage für die Familie Miglietti, konkret und tatkräftig für den Umweltschutz aktiv zu werden. Dazu haben Frau und Herr Miglietti ihr Hobby zur Lebensaufgabe gemacht : Die Imkerei.
Nach der Neugründung mit zwei Bienenvölkern bauten sie ihre Imkertätigkeit nach anfänglichen Schwierigkeiten stetig aus. Sie fanden es „beeindruckend und immer wieder spannend, zu beobachten, wie fleißig und gut organisiert die Bienen dafür sorgen, dass Mensch und Natur weiter existieren können.“
Sie wollten und wollen weiterhin damit einen Beitrag leisten, verantwortungsvoll dafür zu sorgen, dass“ die Lebensgrundlage von Tieren und Pflanzen und damit …auch von uns Menschen erhalten bleibt“(Bewerb.).  Inzwischen haben sie einen Bestand von 13 Völkern, teils im eigenen Garten, teils an verschiedenen Standorten im Stadtgebiet. Man kann gar nicht oft genug betonen, welche Bedeutung Bienen für unsere Umwelt haben. Nach Rindern und Schweinen ist die Honig-Biene das drittwichtigste Nutztier (Umweltbundesamt). Honig-Bienen sorgen für die Bestäubung von Millionen von Blüten unserer Nutzpflanzenin unseren Gärten und in der Landwirtschaft. Das ist ihre eigentliche, wichtige Aufgabe , ohne die es erheblich weniger Obst und Gemüse geben würde. Etwa 80% der gesamten einheimischen Blütenpflanzen werden durch die Honigbienen bestäubt, den Rest erledigen Wildbienen, Hornissen, Hummeln und Wespen. Natürlich wird auf dem Bienenstand auch Honig erzeugt,  den die Fam. Miglietti mittlerweile als „Werler Stadthonig“ anbietet (Trend zum Stadtimkern in den letzten Jahren ungebrochen).
Um 1 Glas Honig (500g) zu erzeugen, müssen die Bienen 60 000 mal hinausfliegen, etwa 5 Millionen Blüten besuchen und eine Wegstrecke von bis zu 150 000 km zurücklegen.  Ihr Sammelgebiet erstreckt sich dabei auf etwa 30 Quadratkilometer oder mehr. Jeder Tag der Biene ist genetisch programmiert: An jedem Tag ihres kurzen Bienenlebens wird etwas für die Gemeinschaft getan.  Neben dem Honig erzeugen die Bienen noch Wachs, Blütenpollen und Propolis.
Für Frau und Herrn Miglietti geht neben der Arbeit mit den Bienen zwangsläufig auch die Förderung der Artenvielfalt einher, etwa durch naturgemäße
Gartengestaltung, mit Nisthilfen zur Ansiedlung und Vermehrung von   Wildinsekten/Hornissen, Obstbaumpflanzung, ...........
Hobby und Beruf als Erzieherin kann Frau Miglietti wunderbar verbinden, indem sie all dieses Wissen über den Nutzen der Bienen an Kinder in einer Gartenaktionen  weitergibt, was zur Bewußtseinsförderung beiträgt. Weitere solcher Aktionen sind in Planung. Ich möchte an dieser Stelle nicht die Schattenseiten verschweigen, mit denen die heutige Imkerei zu kämpfen hat: Stichwort Bienensterben.Das sog. Bienensterben in den letzten Jahrzehnten hat viele Ursachen. Ich möchte nur einige mögliche nennen:
Durch die nach Europa eingeschleppte Varroa-Milbe, ein Parasit der Honigbiene, wird in den Völkern ein erheblicher Schaden angerichtet.
Die Bekämpfung der Varroa-Milbe bedeutet einen hohen Arbeitsaufwand und viel Sachverstand (und viel Durchhaltevermögen,  um nicht der ganzseitigen Werbung der Fa.Bayer im Bienenjournal auf den Leim zu gehen :„Wir tun was für ihr Volk“......). Das Problem „Varroa“ lenkt aber ab von einem gravierenden anderen Problem. Bienenhaltung wir ungleich mehr erschwert durch den intensiven Ackerbau mit dem massenhaften Einsatz von Insektiziden, Herbiziden und Pestiziden. Das z.Z. häufig in der Landwirtschaft,  aber auch vielfach in Privatgärten verwendete Totalherbizid Glyphosat ist hoch umstritten
und steht im Verdacht,  Krebs auszulösen. Wo es ausgebracht wird ( in Deutschland ca. 5000 t), wächst keine Blühpflanze, kein Gras,  Kraut oder Moos mehr. Im letzten Jahr wurden insgesamt 100 000t Pflanzenschutzmittel verkauft. Kartoffeln werden durchschn. 12 x, Äpfel 23 x gespritzt, oft auch mit verschiedenen Mitteln. Das hat u.a. zur Folge, dass nach der Obst- und Rapsblüte im Jahresverlauf keine „Bienenweide“ (z.B.in Form von Wildkräutern,)   mit ausreichender Pollen- und Nektarversorgung mehr vorhanden ist. Schon jetzt ist allein in NRW in den letzten 3 Jahrzehnten ein dramatischer Rückgang der Insekten um 80% zu verzeichnen. Noch eine Zahl: In den vergangenen 60 Jahren hat der Wildkräuterbestand auf deutschen Äckern um 95% abgenommen.
Der Kampf der Bienen ums Überleben steht stellvertretend für den tausender heimischer Tiere und Pflanzen, die unter den Folgen der intensiven Landwirtschaft leiden“ (WWF).Insekten, Käfer und vor allen Dingen Bienen sind für die Menschen jedoch unverzichtbar und deswegen überlebenswichtig.Insekten sind für viele andere Tiere eine Nahrungsquelle, weswegen wir auch einen starken Rückgang von Vögeln zu verzeichnen haben.In diesem Zusammenhang kann ich mir die Bermerkung nicht verkneifen: ca. 27000 Biolandwirte in Deutschland stellen unter Beweis, dass ihre nachhaltige Anbauweise (weitestgehend) ohne Biozide auskommt. Die Verlängerung der Zulassung von Glyphosat im Dez.2017 in Europa ist ein Schlag ins Gesicht von Umweltschützern und Verbrauchern.
Ich bin wenig optimistisch, dass auf nationaler Ebene kurzfristig eine Anwendungsbeschränkung für sog. Pflanzenschutzmittel beschlossen werden wird.
Glücklicherweise sind seit einigen Jahren Pestizide mit drei umstrittenen Nervengiften (sog. Neonicotinoiden) in der Landwirtschaft offiziell verboten.
Ranga Yogeshwar, ein von mir sehr geschätzter Wissenschaftsjournalist und Physiker,  traf in diesem Zusammenhang kürzlich eine prägnante Aussage:
Die heutige Landwirtschaft befindet sich auf dem Weg in eine Sackgasse.
Wichtige Schritte aus dieser Sackgasse (Rangar Yogeschwar) heraus sind das „Liegenlassen“ von Ackerrandstreifen mit Wildkräutern, Anlage von Streuobstwiesen, naturnahe Gartengestaltung, Vielfalt statt Monokultur, ....(was ich mir als Imker besonders wünsche) und eine gedeihliche  Zusammenarbeit mit den Landwirten. Auch nach der Obst- und Rapsblüte muss Nahrung für Honig- und Wildbienen zur Verfügung stehen.
Deutschland soll dem Vorbild Frankreichs folgen und auf nationaler Ebene alle Möglichkeiten ausschöpfen, Glyphosat und andere Biozide von den Äckern,  Gärten und Plätzen zu verbannen …
Hervorheben möchte ich abschließend die Kooperation der JungimkerIn mit dem Imkerverein Ense. Der Vorsitzende Christof Busemann hat stets ein offenes Ohr und einen offenen Garten für Jungimker, denen er und die Vereinsmitglieder mit Rat und Tat zur Seite steht. Mit Hilfe intensiver Öffentlichkeitsarbeit hat der Verein
in den letzten Jahren viele junge Mitglieder hinzugewinnen können. Mit dem Anstieg der Vereinsmitglieder steigt auch die die Anzahl der  Bienenvölker ( durchschn. 6,8 Völker bei 100 000 Imkern ..in D.).

Die Jury hat einstimmig beschlossen:
Der Umweltpreis 2017 geht an die Fam. Miglietti für die Neugründung einer Imkerei, um dem akuten Umweltproblem durch Insektensterben mit
Maßnahmen zu begegnen, die den Artenreichtum und die Vielfalt unserer Kulturlandschaft fördern und bewahren, verbunden mit der Bewußtseinsförderung auch bei Kindern.  Der Umweltpreis ist dotiert mit 200,-€ und geht an Frau Susanne und Herrn Markus Miglietti, viel Glück und allzeit – im Sommer – ein leises Summen. Das Preisgeld wird umgehend reinvestiert in den weiteren Ausbau der Bienenzucht.
Jede/r Deutsche isst pro Jahr (Stat. Bundesamt) zwischen 30 und 35 kgZucker – aber nur 1 kg Honig.
Honig ist eigentlich der bessere Zucker“(Leiter des Honiglabors an derUniversität Hohenheim bei Stuttgart. Denn dem Körper fällt es leichter,
den Honig-Zucker in Energie umzuwandeln. Honig enthält auch noch viele andere Stoffe, die für den Organismus wichtig sind (Spurenelementewie Eisen, Jod oder Mangan, in geringen Mengen auch Aminosäuren, Vitamine und Mineralstoffe/// Tee mit Honig/// Milch mit Honig, …, Honig enthält Enzyme, die Bakterien, Pilze und Viren abtöten können. Beim Kauf von Honig sollte man auf folgende Kennzeichen achten:
Die Europäische Honigverordnung und das Siegel des Deutschen Imkerbundes, nach Möglichkeit Bio, fair gehandelt und regional.           

Alfons Nabers

 
Gestern wurde im großen Sitzungsaal der Umweltpreis der Stadt Werl verliehen.
Bürgermeister Grossmann wies in seiner Würdigung auf die Wichtigkeit der lokalen Umweltprojekte hin.
Susanne und Markus Miglietti haben den Anfang für eine Stadt-Imkerei gelegt. Die Bedeutung von Bienenhaltung in städtischer Umgebung ist in letzter Zeit mehr und mehr in das Bewusstsein der Bevölkerung gerückt. Susanne Miglietti vermittelt diese Bedeutung als Kindergärtnerin auch an ihre kleinen Schützlinge. Die Einsicht, dass unsere Natur ein komplexes und empfindliches System ist, und deshalb unserer besonderen Pflege bedarf, kann sich so schon bei den kleinsten Menschen unserer Gesellschaft bilden. Wie wichtig und bedeutsam die Bienen für unser Ökosystem sind, betonte auch der Laudator, der bekannte Werler Imker und Naturschützer Alfons Nabers. Ohne die unermüdliche Arbeit, die sie "bienenfleißig" verrichten, würde z.B. kein Apfelbaum Früchte tragen. Der Honig, der am Ende der Saison gewonnen wird, ist praktisch ein Zusatznutzen für die Menschen. Der Schutz und die Pflege der Bienen ist deshalb auch nicht nur eigennützig, sondern leistet einen wichtigen Beitrag für das Funktionieren der Landwirtschaft. Um so erstaunlicher sei es, sagte Alfons Nabers, dass viele Landwirte es den Bienen so schwer machen. Ackerrandstreifen und Brachflächen werden immer kleiner, und die Bienen finden z.B. nach der Rapsblüte weniger Nahrung. Herbizide wie Nicotinoide sind Gift für die fleissigen Helferinnen!

Ein weiterer Preis würdigt die Arbeit der Gärtnerei Schäfer auf dem Werler Friedhof. Mit ihrer Gestaltung des Memoriam Gartens haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine Anlage geschaffen, die auch überregional großes Interesse und Nachahmung gefunden hat. Eine naturnahe Bepflanzung und Pflege ist dabei selbstverständlich.


Gerade im Kindergarten sind erste Begegnungen mit sensiblen Bereichen der Natur von
Bedeutung, denn je eher das Pflänzchen Umweltschutz gepflanzt wird, desto besser geht es an.
Das ist die Begründung für die Verleihung des Kinderumweltpreises an den Kindergarten St.Peter
Vor dem Hintergrund der Veränderung unserer Landschaft
durch menschliche Eingriffe hat sich der Kindergarten entschlossen diesen Beitrag zum
Artenschutz mit den Kindern zu leister. "Denn wenn Kinder einen Bezug zu ihrer Umwelt haben,
erkennen sie Zusammenhänge und können Verhaltensweisen entwickeln, die ihnen einen verantwortungsbewusstes
Handeln mit und in der Natur nahe bringen!"

Schon vor der Salzbachrenaturierung waren Schüler und Schülerinnen vom Marein-Gymnasium
aktiv, so dass der Salzbach durchgehend in seiner ökologischen Entwicklung beschrieben werden
kann. Ein Engagement das über dem Nutzen für den praktischen Umweltschutz hinaus für die Identifikation mit der Umwelt als Lebensgrundlage von wesentlicher Bedeutung ist, hier insbesondere um Jugendliche an das Thema heranzuführen.
Neben dem Umweltbewusstsein und der Identifikation mit dem Salzbach, als wichtiger ökologischer Bestandteil
Werls, wurde während dieser Arbeit ein unbekannter parasitärer Fadenwurm gefunden. Die Vermehrung
dieses Parasiten·und die Auswirkungen auf das Ökosystem Salzbach, des in der Fachwelt noch unbekannten Parasiten, wird nun untersucht.


Thema „Bücherbus“

Heute stehen im Anzeiger 2 Berichte zum Thema „Aus für den Bücherbus im Kreis Soest“. Unbestreitbar ist die relativ geringe Beteiligung und Nutzung des Busses. Es gibt unter Anderem die Onleihe, die praktisch zuhause im „stillen Kämmerlein“ zu nutzen ist.
Auch die so genannten „Bücherdepots“ in den Ortsteilen werden zitiert – als „mögliche Alternative“ – was natürlich absolut NICHT der Fall ist - und auch nie diesen Anspruch hat(te)!!
Es ist doch die menschliche Komponente, der Austausch zwischen Menschen - und da vor allem die Nutzung von den Schwächeren unserer Gesellschaft.
Gerade Kinder, behinderte und ältere Leute, die noch nicht oder nicht mehr Auto fahren (können), sind immer wieder gerne zum Bücherbus gegangen. Da gab es persönliche Ansprache und Berichte darüber, wie ein Medium (Buch, CD etc. ) .gefallen hat – oder eben nicht.
Empfehlungen, was für wen geeignet ist – das erfahren wir doch zumeist nicht im Internet.  Gerade dabei hat die zwischenmenschliche Komponente ein großes Gewicht.
Dass nun errechnet wurde, dass jede Ausleihe ca. 10 € pro „Nase“ – im wahrsten Sinne des Wortes- zu Buche schlägt, mag ja rein rechnerisch stimmen. Aber wenn wir andere –z.T. freiwillige- Leistungen auf den Prüfstand stellen würden, kämen wahrscheinlich ähnliche „Berechnungen“ heraus. Genannt seien die Veranstaltungen z.B. in der Stadthalle, Aufführungen etc, Museum,  VHS, Bücherei, Musikschule, Sportstätten. Alles wichtig für die Förderung von Kultur und Gesundheit – das muss auch aus Steuermitteln von der Allgemeinheit gefördert werden. (Was vielleicht auch einigen Bürger*innen unsinnig erscheinen mag!?)
Die Frage ist doch: Was WOLLEN wir uns tatsächlich leisten!? Denn MACHBAR wäre der Bücherbus sicher – wenn es politisch gewollt wäre.

Mit lesefreundlichen Grüßen aus Holtum KO











Keine Generalabsage an den Standort Holtum

Werler Grüne und Kreistagsfraktion sprechen sich für Holtum als Kita-Standort aus
Der Jugendhilfeausschuss des Kreises Soest hat am Montagabend die Bedarfsplanung für Kinder in
Kindertageseinrichtungen und in der Kindertagespflege und damit die Ausbauplanung beraten.
Erst auf Nachfrage der Grünen ging es dann auch um die Standortfrage für eine Erweiterung der
Kinderbetreuung im Kirchspiel Büderich – obwohl zahlreiche Eltern aus Holtum im Kreishaus zu Gast waren,
um der erwarteten Diskussion darüber zu folgen.

Auf die Nachfrage der Grünen hin erklärte die Leiterin des Kreisjugendamtes, Gudrun Hengst, der Kreis habe
bei der Frage, wo die neue Kita gebaut werden solle, nur beratende Funktion. Diese Funktion habe man genutzt,
um sich für den Standort Büderich auszusprechen.

Die Aussage des Kreises steht im Widerspruch zur Aussage von Bürgermeister Michael Grossmann, der im Rat
der Stadt Werl im Oktober erklärte hatte, dass die Entscheidung des Jugendhilfeausschusses abzuwarten sei.
Ilona Kottmann-Fischer, Sprecherin der Grünen Kreistagsfraktion und Mitglied im Jugendhilfeausschuss:
„Hier wird Verantwortung hin- und hergeschoben.“
Der Kreis hat sich der Argumentation der Stadt Werl für Büderich als neuen Standort der Kita angeschlossen: Die
„Bildungskette“ solle in einem Sozialraum fortgeführt werden, deshalb solle die Kita dort sein, wo die Kinder später
auch zur Schule gehen. Dieses Argument, so Kottmann-Fischer, reiche aber nicht aus, um dem Standort Holtum
eine Generalabsage zu erteilen.

Mindestens so schwer wiege auch die Funktion eines Kindergartens für die dörfliche Infrastruktur und damit im
konkreten Fall die „Wieder-Schaffung“ eines Sozialraums für das Dorf Holtum – zumal wenn dort ein geeignetes
Grundstück zur Verfügung stehe. Eine Kita könnte in ihrer Funktion als Begegnungsstätte für Familien den
Sozialraum Holtum stärken und beleben. Das ist auch ein wichtiger Standortfaktor im Hinblick auf den Zuzug
junger Familien.
    


 

 

 



Bündnis90/Die Grünen                               
nehmen Stellung zur Stadtentwicklung/Mini Outlet/Leerstände

Menschen suchen einen Lebensmittelpunkt und fragen sich, in welcher Stadt sie leben wollen. Bewertende Aspekte sind je nach Lebenssituation verschieden. Wert wird auf Erreichbarkeit des Arbeitsplatzes, der Kindergärten, der Schulstandorte, die Einkaufsmöglichkeiten, Dienstleistungen wie Arztbesuche und auch Wohlfühlqualitäten wie Kunst und Kultur gelegt.
Und jetzt mal Hand aufs Herz, warum sollten sich Soester, Arnsberger oder Neheimer Bürgerinnen und Bürger auf den Weg nach Werl machen? Und nun noch eine neue Hiobsbotschaft im Anzeiger vom 21.10.17: das alteingesessene Bekleidungsgeschäft Kirschniak wird im nächsten Jahr seine Pforten schließen – und keine Nachfolger sind in Sicht.  Bedauern bis Entsetzen im Wirtschaftsring und in der Bevölkerung gleichermaßen!
Sicherlich gibt es sie, die Attraktivität der Stadt Werl, wir leben gern hier und schätzen unsere Stadt! Wir mögen unser Schwimmbad, das Forum der Völker und unsere Stadtfeste. Aber Herausragendes an Kunst und Kultur ist wirklich nicht vorhanden, da gehen wir z.B. ins Dortmunder Konzerthaus oder zu den Recklinghauser Ruhrfestspielen.
Die Beschaulichkeit von Werl mit ihrer Ruhe, Freundlichkeit, niedriger Kriminalitätsrate, kurzen Wegen für unsere Kinder (zumindest im Zentrum) sind die Qualitäten einer Kleinstadt, die wir schätzen. Und wer hier aus dem Ruhrgebiet sein Domizil baut, schaut in erster Linie auf die niedrigen Baupreise und die Erreichbarkeit seines Arbeitsplatzes über die gute Verkehrsanbindung.

Auffallend ist in Werl das Bewahren des Status Quo. Guten Ideen wird nicht ausreichend „Gärzeit“ gegeben, sondern sofort mit einem Urteil „ad acta“ gelegt.
Kaum kommt der Vorschlag, die Stadt möge über eine Gesellschaft die leerstehenden Immobilien aufkaufen und vermarkten, wie das andere Städte längst erfolgreich tun, wird dem gut gemeinten Vorschlag eine Absage erteilt.
Bringt jemand ein Mini-Outlet im Zentrum ins Spiel, wird nicht ersthaft die Möglichkeit der Realisierung geprüft, sondern auf die Planung eines Outlet vor den Toren der Stadt verwiesen, welches laut Angaben des Betreibers sogar den Verlust weitere Geschäfte bedingt und nichts bringt außer Lärm, Verkehr und Umweltzerstörung. Noch nicht einmal Steuergelder bleiben in Werl.
Bündnis90/Die Grünen sind die einzige Partei, die diesen Wahnsinn an Innenstadtzerstörung nicht mittragen wollen.
Wer in die Geschichte der Stadt blickt, erinnert sich vielleicht an den Versuch von Herrn Hegemann den Tresor-Techno-Club im -ehemaligen- Camp im Stadtwald zu verwirklichen. Was ist da nicht an Verhinderungs-Argumenten benutzt worden!?!  Nicht alle Ideen mögen sinnvoll für Werl sein; wer wollte schon eine Trabrennbahn, aber ein wenig inne halten, sich Zeit nehmen, nachdenken über -auch mal scheinbar utopische Überlegungen-  … erscheint sinnvoll.
Ein „Weiter so“, sofortige Totschlagargumente gegen jegliche Ideen führen uns garantiert nicht aus der Krise.
    
Wer etwas verhindern möchte, sucht Gründe - wer Veränderung möchte, sucht Möglichkeiten.
 
Werl, den 23.Okt.2010 Thomas Schulte









Stellungnahme von Bündnis 90/Grüne-Werl
zum Kindergartenstandort Büderich oder Holtum!??


Recht machen kann es die Politik und die Verwaltung den Bürger*innen von
Sönnern, Holtum und Budberg wohl nicht. Die Eltern aus Budberg mussten
schon immer ihre Kinder in anderen Ortsteilen betreuen lassen. Ein
Ortsteil wird sich immer benachteiligt fühlen, wenn ein anderer
„ausgesucht“ wird.

Die Argumente über Grundstücke, Kosten, Sinn und Unsinn zentraler
Versorgung mit Schulbesuch nach dem Kindergarten in Büderich oder
einem dezentralen Standort in Holtum wurden in der letzten Ratssitzung
hinlänglich ausgetauscht.

Auffallend ist die frühe Festlegung auf einen Standort und nachdenkliche
Bürger*innen fragen sich, warum ein geschenktes Grundstück nicht allemal
günstiger sein soll als andere Standorte, die erst noch erworben werden
müssen?
Der Rat der Stadt Werl sucht nach einem Investor/Projektsteuerer, der
letztendlich auch die Kosten durchrechnen wird.
Wer miterlebt, um welch vergleichsweise geringe Beträge der Rat und die
Ausschüsse ansonsten ringen, fragt sich doch berechtigterweise, wieso nicht
erst die Kostenkalkulation auf dem Tisch liegt, inklusive des kostenlosen
Grundstücks und dann erst der Standort festgelegt wird.
Da Werl über kein eigenes Jugendamt verfügt, muss im
Jugendhilfeausschuss des Kreises über den Kindergarten und die weitere Planung
beschlossen werden. Aber ein kostenloses Grundstück in zentraler Lage (mit
vorhandener Bushaltestelle) einfach auszuschlagen, kann schon einmal für
große Verwunderung sorgen. Das den Holtumer Eltern klarzumachen fällt wirklich schwer.

Es ist ausgesprochen schwierig, eine „gerechte Lösung“ zu finden, die für
alle Beteiligten akzeptabel ist.
Für die Werler Grünen ist es eine Grundvoraussetzung, dass eine Kostenaufstellung für die in die Erwägung gezogenen Standorte gemacht wird, um durch Vergleiche zu einer Entscheidung zu gelangen - alles andere wäre unseriös.


Werl, den 20.Oktober 2017                  Konstanze Kubath, Grüne Pressesprecherin




Wir danken unseren treuen und neuen Wählerinnen und Wählern!

Bei den Stimmen für Shahabuddin freuen wir uns über 378 neue Stimmen (2,2%) mehr als bei der Landtagswahl im Mai und wir danken ebenso den 284 Werler*innen, die uns ihre Zweitstimme gegeben haben.

Unseren gewählten Vertreter*innen in Berlin, wünschen wir Kraft und Ausdauer bei den bevorstehenden schweren Verhandlungen! Wir hoffen, dass sie viele unserer gemeinsamen Ziele erreichen können.
Lasst Blumen sprechen!

Die Sonnenblume ist das klassische und bewährte Symbol für die Grüne Partei. Sie steht ebenso für unsere Ziele, wie für unsere Grundsätze. Eine intakte Umwelt ist die Basis für ein lebenswertes Leben. Wie könnte man also unseren potentiellen Wähler*innen ohne weitere Worte unsere Vorstellungen vermitteln. Deshalb haben wir Sonnenblumen in der Fußgängerzone verteilt - sie wurden gern mitgenommen. Wir hoffen, dass auch unsere grüne Politik vom Wähler ebenso angenommen wird! Das Bedürfnis die Themen Klimaschutz, Erhalt der Artenvielfalt und friedliches Zusammenleben mehr zu beachten, konnten wir jedenfalls in Gesprächen am Stand wahrnehmen. Wir vertrauen darauf, dass sich Humanität gegen Kapitalinteressen durchsetzen kann.
Auftakt zum Bundestagswahlkampf in Werl

Manchmal gelingt es nicht, nur mit Fakten die Wählerin und den Wähler zu erreichen, sondern es bedarf eines kulinarischen Anstoßes um gesunde Ernährung und artgerechte Tierhaltung in das Bewusstsein zu rücken. Mit einem kleinen Imbiss - einer gebackenen Teigtasche, einer Bananenschnitte und einem Becherchen Früchtetee - ist der Ortsverband auf die Menschen in Werl zugegangen. Dabei konnten sich die  Interessierten auch mit den Problemen vor Ort, im Land und im Bund mit  unserem Team um den Grünen Bundestagskandidaten Shahabuddin Miah  befassen. So wurden viele gute Gespräche in angenehm lockerer Atmosphäre  geführt, die Menschen mit Nahrung für Kopf und Bauch gleichermaßen  versorgt.


ökologisch - sozial - gewaltfrei
global denken -  lokal handeln

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