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Grüne in Werl
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grün aktuell

Werler Grüne erinnern an den Super-Gau von Tschernobyl und mahnen  zur Abkehr von der Kernenergienutzung.
Wir freuen uns über die Grüne Bundeskanzler-Kandidatin Annalena Baerbock.
 
 
Unser OV-Sprecherteam sagt:
 
Katharina Rittinghaus: „Ich bin froh über diese Entscheidung und freue mich auf den Wahlkampf. Annalena ist kompetent und steht für Aufbruch, für Ideen und Esprit. Sie wird sich in der Männergesellschaft des Bundestages gut behaupten können.“
 
Christian Zahedi: „Ich bin positiv überrascht und froh über diese Wahl, auch wenn Annalena Baerbock weniger Regierungserfahrung hat als Robert Habeck. Sie ist für mich als Persönlichkeit und von ihrer Vorgehensweise her stärker. Sie bringt als junge Kraft etwas Frisches mit.“
 
Für die Kreistagssprecherin der Grünen Ilona Kottmann-Fischer zeigt Robert Habeck ein Zeichen von Größe, in dem Moment der Wahl einen Schritt zurückzutreten. So etwas ist im politischen „Geschäft“ alles ander als selbstverständlich und ein positives Zeichen für ein funktionierendes „Teamplay“ an der Spitze der Bundesgrünen.

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Ich habe für uns die Genehmigung, am Mo-Abend die Kirchenstufen zu nutzen (wie seit Jahrzehnten!) vom Wallfahrtsbüro bekommen.

 
Mahnwache am MO-Abend um 18.oo Uhr vor der Basilka

 
(Unser Spendenbaum steht ürigens am Friedhofsweg)

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Tschernobyl -  was vor 35 Jahren geschah

Den 26.April 1986 haben viele (Ältere) von uns noch im Gedächtnis, den Super-Gau im fernen Russland. Ein Datum, was sich eingeprägt hat, aber wie waren die Gefühle deren, die das „live“ miterleben mussten? Im Gegensatz zu heute wurde die Bevölkerung (in Europa) lange Zeit im Dunkeln gelassen, was diese Katastrophe für uns bedeuten könnte. Das lag natürlich auch an der „Unmöglichkeit“ (Aussage: so was kann rechnerisch nur alle zig-Tausend Jahre passieren), dass solch ein Gau geschehen könnte und dann noch die damalige lückenhafte Berichterstattung, bzw. die Vertuschung der sowjetischen Regierung. Niemand (auch unsere Bundesregierung nicht!) wollte eine Panik auslösen; und so sickerten die schrecklichen Tatsachen nur Tag um Tag mehr zu uns. Zunächst kamen aus Schweden sehr beängstigende Messwerte in die Nachrichten, mit denen sich zuvor selten jemand beschäftigt hatte. Da kursierten: Radioaktivität, Becquerel, Zerfallswerte von Jod, Cäsium, Strontium und was aus einem „Fallout“ resultieren könnte. Geigerzähler klackerten durch die Nachrichten – und auch am THTR in Hamm, wo eine Zusatzwolke unsere Gegend belastete.
Im Gegensatz zu heute in der Corona-Pandemie, wo alle durch die Medien jeden Tag mit neuen (Schreckens)Nachrichten konfrontiert werden, mussten sich die Besorgten mühselig die Grundlagen der Radioaktivität, vor allem deren Gefährlichkeit zusammensuchen.
Eine Physikerin namens Angela Merkel verharmloste die damaligen Lage, u. a. gab es angeblich kaum Todesopfer in der Gegend um Kiew; eine Aussage, die ihr viele (Grüne!!) lange übelnahmen. (Dieselbe Politikerin übrigens, die als gereifte Bundeskanzlerin nach dem Gau von Fukushima, Atomkraftwerke in Deutschland abschalten lässt ....)
Was bedeutete diese unsichere Zeit für uns? Alles, was frisch -und normalerweise gut- war, wurde vom Esstisch verbannt: Milch, Gemüse und Salat aus dem Garten, vom Feld z.B. war verboten, wurde untergepflügt. Die Kühe mussten in die Ställe, wurden mit eingelagertem Heu und anderem gefüttert (schmeckte ganz anders!). Kein Run auf Klopapier wie vor einem Jahr, sondern H-Milch, Konserven und Eingekochtes mit Datum VOR dem April waren der Renner! Und nicht die Alten rückten zunächst in den Focus – es waren unsere Kleinen, um die wir uns damals am meisten sorgten. Denn die spielten draußen – natürlich auch im verseuchten Sand.
DAS veränderte Verhalten –vor allem den Kindern- zu erklären, war viel schwieriger als heute, weil einfach die –für alle zugänglichen- Informationen fehlten. Und dann noch die Bemerkungen von denen, die diese Besorgnis total überzogen fanden: ...“man riecht, sieht und schmeckt es doch nicht – stellt Euch bloß nicht so hysterisch an! Ich esse meine Petersilie trotzdem!“ KO, den 14.04.2021
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