Langfassung - gruene-werl

Grüne in Werl
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Langfassung

 


Schwerpunkt Landwirtschaft

 
Die Werler Grünen setzen sich für eine vielfältige und nachhaltige bäuerliche Landwirtschaft ein, die ihre Wirtschaftsweise auf die Gesundheit der Menschen und den Schutz unserer Umwelt ausrichtet.

 
Die "friday for future"- Bewegung hat die Politiker wachgerüttelt.  Sie fordert den konsequenten Schutz der Umwelt und der natürlichen Lebensgrundlagen.  

 
Die Auswirkungen des menschengemachten Klimawandels wie Dürre, Stürme, Artensterben, verschmutztes Grundwasser etc.  bedrohen die  
Lebensgrundlage der Menschheit weltweit und Existenz vieler Landwirte in unserer Region.  

 
Gerade die kleineren Bauernhöfe sind stark gefährdet und dabei doch
von fundamentaler Bedeutung für lebendige Dörfer und eine artenreiche Agrarstruktur.

 
In der regionalen Vermarktung von vor Ort hergestellten Lebensmitteln liegt für kleinere Betriebe eine große Chance.
Die Nachfrage nach guten Lebensmitteln ist aufgrund der Konsumentenwünsche gestiegen. Direktvermarktung ermöglicht   unabhängig vom ruinösen Preisdumping durch die Lebensmittelindustrie gute auskömmliche Preise.  Die Wertschöpfung und die Kaufkraft bleiben in der Region, kurze Wege schonen Umwelt und das Klima.

 
Die Wallfahrtsstadt Werl muss den landwirtschaftlichen Betrieben als Servicedienstleister bei Marketing und Vertrieb zur Verfügung stehen.
Dazu ist die Bereitstellung einer Vermarktungsplattform unerlässlich.
Wichtige Informationen über die Haltung der Tiere, Futtermittel, Schlachtung und sonstige ökologische Systemdienstleistungen sollen dort mit aufgenommen werden.

 
Die Stadt Werl hat dafür Sorge zu tragen, dass in allen öffentlichen Kantinen (Schulen, Kitas, Behörden, ..) regionale und ökologisch produzierte Lebensmittel verwendet werden. Eine klimaverträgliche Ernährung soll weniger tierische Produkte enthalten.  
15500 Liter Wasser werden für ein Kilogramm Rindfleisch, für ein Kilogramm Kartoffeln 900 Liter benötigt.  
Hoher Fleischverbrauch birgt gesundheitliche Risiken.
Auch erzwingt er eine Massentierhaltung, die verbunden ist mit
u.a. Problemen beim Tierwohl, Futtermittelimporten und dem vermehrten Einsatz  von Antibiotika.  

 
Die Industrielle Landwirtschaft zerstört auf lange Sicht unsere Böden, verschmutzt unser Wasser und bedroht unsere Artenvielfalt. Dadurch wird die nachhaltige Versorgung mit Lebensmitteln gefährdet.

 
Die Werler Grünen setzen auf das Leitbild des Ökolandbaus.
Durch den Einsatz von weniger Dünger, das Verbot von Glyphosat und anderen schädlichen „Pflanzenschutzmitteln“ kann der Lebensraum von Tieren und Pflanzen zurückgewonnen, geschützt und erweitert werden.  
Insekten brauchen Lebensräume in der Agrarlandschaft in Form von Hecken,   artenreichen Wiesen, Anlage von Streuobstwiesen sowie Flächenstilllegungen, natürlich auch blühende Wildpflanzen in Blühstreifen.

 

 

 

 
Schwerpunkt Wald

 
Dem Wald geht es schlecht. Der Zustandsbericht zeigt:

Bäume sind vertrocknet, von Stürmen umgeknickt, von Schädlingen befallen, von Waldbränden verkohlt.
Die Schäden sind offensichtlich. Das Sterben der Fichten ist schmerzlich, aber  nicht überraschend.  besorgniserregender ist das Schwächeln der Laubbäume, das ist eine neue Eskalationsstufe bei der Zustandsbeschreibung des deutschen Waldes.

 
Öffentliche Wälder (ca. 50% der Waldfläche in D.) sind primär für die Daseinsvorsorge und für Ökosystemleistungen wie sauberes Grundwasser, frische Luft, gesundes Klima und natürliche Biodiversität vorgesehen.  
Unser Werler Stadtwald ist keine Holzfabrik:
Angesichts der fundamentalen Bedrohung durch Klimawandel darf  finanzielle Rendite nicht mehr im Vordergrund stehen.

 
Erste Schritte, das Überleben des Waldes zu sichern, sind  

 
Weniger Einschläge, Ernte zeitlich strecken, behutsame Holzernte (wenn überhaupt noch) .
  
Die naturnahe Waldnutzung als Ziel der Nationalen Biodiversitätsstrategie von 2007 folgend, sollen bis 2020  5 %  des Waldes  sich selbst überlassen werden:  Dort soll weder gepflanzt, gepflegt noch Holz eingeschlagen werden, damit eine natürliche Anpassung erfolgen kann.

 
Einrichtung einer Beteiligung für Bürger*innen an Planungen für Hecken, Alleen und Streuobstwiesen sowie Übernahme von Baumpatenschaften.

 
Sämtliche geplanten Investitionen müssen auf ihren Beitrag zum Gemeinwohl und zum Schutz des Waldes geprüft werden.

 

 

 

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Frauen und Gleichstellung

 
Artikel 3, Grundgesetz der Bundesrepublik:
(1) Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich
(2) Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.

 
Grundsätzlich gilt die Gleichstellung aller Geschlechter

 
Die Grünen in Werl stehen dabei für:

Frauen in Familie und Beruf
  • für die partnerschaftliche Aufteilung von Erwerbstätigkeit, Hausarbeit, Kindererziehung, Betreuung von pflegebedürftigen Angehörigen in den Familien
  • für die Möglichkeit von flexiblen, den Lebensumständen angepassten Arbeitszeitmodellen, z.B. Teilzeitarbeit und Homeoffice – auch für Leitungspositionen
  • für ein Angebot an Hilfen für Alleinerziehende, Familien und besonders für junge Eltern
  • für ein Umfeld, dass Mädchen und Frauen mental und physisch stärkt
    (z.B. Projekte zur Selbstbehauptung und Persönlichkeitsstärkung, die vor Ort angeboten werden und selbstverständlicher Bestandteil von Erziehung, Bildung und Freizeit sind)
    (kein Mensch sollte an keinem Ort in Werl Angst vor Übergriffen haben)
    Einrichtung eines Fortbildungsetats für städtische Angestellte

  • Frauen in besonderen Lebenslagen

  • für die Einrichtung und Finanzierung von Anlaufstellen für Frauen, die von Gewalt und/ oder Wohnungslosigkeit betroffen sind
  • für Schutz vor Gewalt und sexualisierter Gewalt und Übergriffen
  • für Unterstützung von Frauen mit Behinderungen in allen Lebensbereichen
  • für Unterstützung von alleinstehenden und rentenschwachen Frauen

  1. Frauen mit Migrationshintergrund
  • für Verbesserung der Integrations- und Deutschkursangebote für Frauen, speziell mit Kindern, die noch nicht in Kita oder Kindergarten untergebracht sind
  • für Verbesserung der  Integrations- und Deutschkursangebote für ältere Frauen auch und insbesondere solche mit niedrigem Bildungsniveau

  1. Frauen in Politik und Kommune
  • für die Umsetzung des paritätischen Gedankens bei der Besetzung insbesondere von Führungspositionen in der Stadtverwaltung und in den Aufsichtsräten
  • für Unterstützung bei Fort- und Weiterbildung
  • für Führungskräfteentwicklung für weibliche Auszubildende

 

Wir stehen für eine chancengerechte Politik für Frauen


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Das finanzpolitische Ziel der Werler Grünen

Nach vielen Jahren als Stärkungspaktkommune können wir ab 2021 wieder frei über den städtischen Haushalt entscheiden. Das darf uns jedoch nicht zum Übermut verleiten. Einerseits hat die jahrelange Sparpolitik zu einem Investitionsstau geführt. Andererseits steht mit der Eindämmung des Klimawandels eine neue Herausforderung vor der Tür, die die Stadt auch finanziell beanspruchen wird.  
Der städtische Haushalt ist jedoch auch in erheblichem Maße von der Ausgabenpolitik des Kreises abhängig. In der Vergangenheit wurden im Kreistag wenig sinnvolle Ausgaben, wie die die Sub­ventionierung des Flughafens Paderborn-Lippstadt oder für die Wirtschaftsförderung des Kreises beschlossen, obwohl Verantwortung in den Kommunen und im Kreis in der Hand der gleichen politschen Parteien war. Eine Eindämmung der ständig steigenden Kreisumlage wird nur möglich sein, wenn wir sowohl in der Stadt als auch im Kreis unseren Einfluss geltend machen können.
Die Grünen in Werl sind der Überzeugung, dass die gegenwärtige kommunale Infrastruktur mit Bücherei, Musikschule, Volkshochschule und Schwimmbad erhalten bleiben muss und in bescheidenem Maße, etwa über die Schaffung einer Hundewiese, ausgebaut werden soll. Nur so bleibt die Lebensqualität in Werl erhalten und wir haben eine Chance junge Familien für Werl zu begeistern.
Bei den laufenden Investitionsprojekten im Bereich der Schulen und Sporthallen, bei der Umsetzung von Maßnahmen zum Klimaschutz und bei der Erhaltung der Infrakstruktur mussten wir feststellen, dass die Personaldecke der Stadt zu dünn ist, um solche Maßnahmen schnell und effektiv mit eigener Kraft umsetzen zu können. Hier möchten wir mit einem behutsamen Personalaufbau Abhilfe schaffen.
Von großen Investitionsprojekten, wie etwa der Bahnunterführung, möchten wir Abstand nehmen. Auch bei veränderter Aufteilung der Baukosten würde der bei der Stadt verbleibende Anteil der Baukosten und der Unterhalt die Stadt zu stark belasten. Bei Straßen soll der Erhalt bestehender Infrastruktur Vorrang vor Neubauprojekten haben.
Trotz neuer Herausforderungen sollen im Rahmen der Möglichkeiten aber auch die Bürger und Bürgerinnen finanziell entlastet werden. Priorität hat für uns dabei eine Begrenzung und Entlastung im Gebührenbereich einschließlich der Straßenausbaubeiträge, weil dies der sozial gerechteste Weg ist. Eine Herabsetzung des Hebesatzes der Grundsteuer B soll in dem Maße erfolgen, wie neue Flächen mit Grundsteuer B belegt werden können.


 
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Kommunale Strategie gegen den Klimawandel

Der menschengemachte Klimawandel ist die größte Herausforderung für das Leben auf der Erde. Dies wird inzwischen immer mehr Menschen, insbesondere der jüngeren Generation, bewusst. Jetzt ist schnelles Handeln im persönlichen Bereich und auf allen politischen Ebenen erforderlich. Hier in Werl wollen wir gemeinsam mit der gesamten Bevölkerung Folgendes umsetzen:
Das Schließen von Baulücken und die Reaktivierung ungenutzer Immobilien hat für uns Vorrang vor der Neuentwicklung von Bau- und Industriegebieten.
Dort, wo Gebiete neu entwickelt werden, soll eine Infrastruktur bereitgestellt werden, die Vermeidung von CO2-Emissionen unterstützt und eine nachhaltige Lebensweise fördert. Ansatzpunkte sind hier die Bereitstellung leitungsgebundener Energie, die Einbindung privater Erzeugungsanlagen und der Anschluss an öffentliche Verkehrsmittel.
Bei Sanierung und Neubau städtischer Gebäude, insbesondere Schulen und Sporthallen soll soll für Heizung und Warmwasserbereitung bevorzugt Biomasse oder stromgeführte Kraft-Wärme-Kopplung in Verbindung mit Wärmespeichern eingesetzt werden.
Das vorhandene Biomasse-Heikraftwerk und dessen Netz soll erhalten und ausgebaut werden.
Potentiale zum weiteren Ausbau der Windenergie sollen genutzt werden. Planungs­hindernisse sind zügig zu beseitigen. Bei der Planung sind Konzepte zu bevorzugen, die den Bürgern und Bürgerinnen Möglichkeiten schaffen, sich finanziell zu beteiligen
Weiterhin sollen die Stadtwerke eingebunden werden, um die kommunale Klimaschutzstrategie über folgende Maßnahmen unterstützen:
Engpässe beim Netzanschluss privater PV-Anlagen auf Wohn- und Industriegebäuden sollen beseitigt werden.
Es muss vermieden werden, das Windenergieanlagen, die nach 20 Jahren aus der EEG-Förderung herausfallen, abgeschaltet werden müssen. Strom aus diesen Anlagen soll von den Stadtwerken aufgekauft und regional vermarktet werden, um Strom aus fossilen Energieträgern zu ersetzen.
Die Elektromobilität soll vorrangig durch attraktive Angebote für das Laden zu Hause oder am Arbeitsplatz gefördert werden. Dabei soll das Laden flexibel gesteuert werden, um bei steigendem Anteil Erneuerbarer Energien im Netz die Fahrzeuge zu einem netzdienlichen Verbraucher zu machen
      



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Was verstehen die Werler Grünen unter Kultur

Auf jeden Fall nicht nur Symphoniekonzerte und Beethoven. Für uns findet Kultur auch in kleinerem, lokalen Rahmen statt, z.B. in einem Projekt der Stadt, dem „Garten der Kulturen“. Dort treffen Menschen aus den unterschiedlichsten Ländern und Erdteilen zusammen und kultivieren etwas – nämlich Gemüse und Obst! Bei diesem gemeinsamen Tun wächst aber auch etwas Anderes, nämlich das Verständnis füreinander, - und mit den Wurzeln von Kohl und Zwiebeln, wächst auch die Verbundenheit zu dem Land ,auf dem  und in dem sie wachsen.

 
Kultur braucht Orte, an denen sie stattfinden kann. Deshalb freuen wir uns, dass wir mit dem Café Dreiklang einen Ort haben, an dem Menschen mit unterschiedlichen Begabungen Kultur entstehen lassen können. Wir möchten das Engagement der Initiator*innen fördern, die mit Musik, Lesungen und Vorträgen zum Gemeinwohl beitragen.  Im Werler Bahnhof hat sich, ebenfalls durch private Initiative, eine andere Form von Kulturleben entwickelt. Junge Bands können hier ihre Karriere starten, aber auch schon bekanntere Akteure, für die die Stadthalle zu groß und teuer ist, finden dort eine gute Möglichkeit das Werler Publikum zu erreichen.

 
Wir meinen, dass Kultur im Kleinen anfängt, und dass sie dort auch gefördert werden muss. Sie braucht, ähnlich einer Pflanze, einen guten Nährboden und ist deshalb eher zu unterstützen als große Hallen, die auch kommerzielle Interessen verfolgen.

 
Deshalb möchten wir auch Gruppen wie „Leben im Alter“ stärken. Im DRK-Heim kommen Menschen in Hobbygruppen zusammen, schauen gemeinsam Filme an und tauschen sich gegenseitig über ihren Alltag aus. Wir sind der Meinung, dass alle Projekte zu fördern sind, die die Lebensfreude und die Kontakte zwischen Menschen erhalten, und die helfen neue zu knüpfen. Das Zusammenleben von Jung und Alt sollte nicht nur im Familienkreis stattfinden, sondern auch in anderen Zusammenhängen möglich sein. Das Jung-lehrt-Alt-Projekt ist ein gutes Beispiel dafür. Auch alternative Wohnformen sind in diesem Zusammenhang  zu begrüßen. Leider sind gute Vorbilder aus anderen Städten in Werl noch nicht aufgegriffen worden. Ältere Mitbürger*innen sind für viele kulturelle Einrichtungen unverzichtbar, und stärken mit ihrem Einsatz und ihrer Erfahrung den Erfolg der Unternehmung.  

 
Ziel grüner Lokalpolitik muss es sein, das kulturelle Leben der Stadt an seiner Basis zu stärken. Mit dem Circus Pedro Piccolini hat Werl ein Vorzeigeprojekt, und dort wird manchmal von Kindern und Jugendlichen eine stabile Menschenpyramide gebaut. Für  ein Gemeinwesen wie die Stadt ist es ebenso sinnvoll, Steuergeld in ein festes Fundament der Kultur zu investieren. Die Steuerzahlenden sehen ihr Geld hier gut angelegt, und das Verständnis für die Steuerpflicht steigt erfreulich an.


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Müllvermeidung:

 
Jeder Mensch im Kreis Soest verursacht ca. 496 kg Müll pro Jahr (Summe aus Restmüll, Sperrmüll, Gelber Sack, Papier, Glas und Bioabfall).
Vieles davon wird in den lokalen Verbrennungsanlagen “thermisch verwertet”. Dies ist aus unserer Sicht unökologisch und im hohen Grade klimaschädlich.
Die Grünen in Werl streben eine nachhaltige Abfallwirtschaft an, in der die  Müllverwertung und vorallem die Müllvermeidung Vorrang hat.
Hierzu ist die Müllgebühr so auszugestalten, dass Anreize für mehr Abfallvermeidung geschaffen werden.

Wer weniger Müll verursacht sollte hierfür auch “belohnt” und nicht “bestraft” werden!

Daher fordern wir:

1.) die Abschaffung des “Mengenrabatts” für Müllerzeuger, wie in
     folgender Bilanz leicht erkennbar:

 80l-Behälter bei 4-wöchentl. Leerung    126,12€  - 1,57€ pro Liter
120l-Behälter bei 4-wöchentl. Leerung    142,16€  - 1.18€ pro Liter
240l-Behälter bei 4-wöchentl. Leerung    197,48€  - 0.82€ pro Liter

2.)  die Leerungsgebühr für die Biotonne zu senken, um das Sammeln von
     wertvollen, kompostierbaren Abfällen attraktiver zu machen. Viel zu
     viel verwertbare Bioabfälle landen tagtäglich im heimischen Restmüll.
3.)  das zusätzliche Aufstellung von Containern zur Abgabe von
     elektrischen Kleingeräten. Auch diese Kleingeräte werden viel zu oft über
     den Restmüll entsorgt.
4.) das zusätzliche Aufstellen von Sammelbehältern für Kleinmetalle an den
    Containerplätzen. Wertvolle Metalle landen sehr häufig im Restmüll.
5.) die Beibehaltung der kostenlosen Abgabe von Papier, Sondermüll und
     Elektroschrott, damit Gefahrstoffe ordnungsgemäß entsorgt werden
     können  - ohne zusätzliche Kosten für den Verbraucher zu verursachen.
6.) Die Öffnungszeiten des Abfallwirtschaftszentrums Werl (Scheidinger
     Strasse 39-41) sollten an den hochfrequentierten Samstagen ausgeweitet
     werden.
7.) Bei der Vergabe der “Sperrmüllscheine” sollte der Bürokratieaufwand
    vermindert und vereinfacht werden.
8.) Umsetzung des Zerowaste-Konzeptes bei öffentlichen Veranstaltungen in
    der Stadt Werl. Verbot von Einweggeschirr!
    Zusätzlich sollen Anreize für die Veranstalter und die Ständebetreiber
    geschaffen werden auf überflüssigen Müll zu verzichten.

 

 
    Ein “Belohnungsprinzip” wäre unser Vorschlag:

 
      weniger/kein Müll  – weniger/keine Standgebühr!

 
9.)Die Einrichtung/Anschaffung eines Geschirrmobiles für öffentliche und
    vereinseigeneVeranstaltungen.

 
Mehr Mehrweg – kein Einweggeschirr!

 
Die Grünen in Werl setzen sich dafür ein, die Abfallwirtschaft im Hinblick auf den Klimaschutz zu optimieren. Durch Kompostierung und Verwendung von Bioabfällen kann Strom und Wärme gewonnen werden.

 
Uns ist die Vermeidung von Müll und die Schonung der natürlichen Ressourcen besonders wichtig. Da wir den nachhaltigen Konsum befürworten, freuen wir uns über die lokalen Repair-Cafés und die Ausrichtung der heimischen Geschäfte, die auf Reduzierung der Verpackung ihrer Waren achten.

 
Die Werler Grünen selbst bieten seit über 30 Jahren einen kostenlosen Geschirrservice an. Somit setzen wir der Wegwerfkultur und dem Einweggeschirr unseren Geschirrservice entgegen.

 
Denn bei uns steht der Umweltschutz an erster Stelle!




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Kinder, Jugend, Familien und Senior*innen

 
Die gesicherte Betreuung von Kindern ist ein wichtiger Bestandteil der modernen Familienstruktur.
Sie ermöglicht Erwerbstätigkeit und somit bessere wirtschaftliche Unabhängigkeit für Familien. Sie bietet soziale Kontakte und unterstützt durch pädagogische Impulse Kinder und Eltern zur Teilnahme an unseren gesellschaftlichen Strukturen und Entwicklungen.

 
Die Grünen in Werl stehen für:
  • eine flexible und professionelle Kinderbetreuung für Kinder aller Altersstufen (U3 Betreuung, Kitas, OGS, Nachmittagsbetreuung und -angebote an weiterführenden Schulen)
  • wohnortnahe Kindergartenplätze in ausreichender Zahl
  • inklusive Betreuungsmöglichkeiten für Kinder mit und ohne Behinderungen ???

 
Kinder und Jugendliche werden die Gesellschaft von Morgen gestalten. Es ist uns ein Anliegen, Kinder und Jugendliche mit Wertschätzung für Gesellschaft und Umwelt zu erziehen. Selbstwert, Toleranz und Demokratieverständnis sind uns hier besonders wichtig.

 
Die Grünen in Werl stehen für:
  • einen niederschwelligen, unterstützten Zugang zu Vereinen (JeKids, Kooperationen von Vereinen und Schulen)
  • Sporthallen und Sportanlagen müssen ausreichend zur Verfügung stehen
  • Treffpunkte schaffen für Jugendliche (Skaterbahn, Schulhöfe, Jugendzentrum)
  • _eine Erziehung, die bewertungsfrei und individuell ohne stereotypische Geschlechterrollen auskommt
  • Finanzierung und Angebot von Projekten für ein gemeinwohlorientiertes soziales Miteinander
  • Finanzierung und Angebot von Projekten gegen rechte Strukturen
  • Finanzierung und Angebot von Projekten zum Thema Umwelt-, Klimaschutz und Nachhaltigkeit.

 
Die anhaltend schnelle Veränderung unserer Lebenswelten, insbesondere der Kommunikationsstrukturen, bringen Kinder, Jugendliche und Familien immer häufiger in schwierige Situationen. Hier muss eine niederschwellige und professionelle Beratung und Unterstützung ansetzten.

 
Die Grünen in Werl stehen für:
  • Schulsozialarbeit
  • Streetwork, aufsuchende Sozialarbeit
  • Angebote für Familien, insbesondere Beratung in lokalen Räumlichkeiten, die eine angemessene, wertschätzende Atmosphäre bieten
  • ein Angebot an Hilfen für Alleinerziehende und für junge Eltern

 
Mit unserer steigenden Lebenserwartung ist die wachsende Gruppe der Senior*innen eine wertvolle Ressource für die Gestaltung des sozialen Miteinanders. Wo der Bedarf besteht, müssen Bedingungen für ein möglichst selbstbestimmtes Leben im Alter erhalten oder geschaffen werden.

 
Die Grünen in Werl stehen für:
  • Finanzierung und Angebot von Projekten, die Senior*innen aktiv in das soziale Leben einbinden und ihre Erfahrungen und Fähigkeiten nutzen (Repair-Café, Fahrradwerkstatt, Sprachkurse, Ehrenamt etc.)
  • Erhalt und Wiederherstellung der Nahversorgungsstrukturen in den Dörfern
  • Mehrgenerationenhäuser, barrierefreier Wohnraum, alternative Wohnformen
  • Barrierefreiheit im öffentlichen Raum
  • weitere Unterstützung von Treffpunkten und generationsübergreifenden Angebote

 


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Gerechte Entwicklungschancen in einer
blühenden Bildungslandschaft!


Gerechte Entwicklungschancen für unsere Werler Kinder und Jugendlichen
  • kleine Klassen
    Kleine Klassen ermöglichen mehr Zeit für persönliche Zuwendung und individuelle Unterstützung unserer Schülerinnen und Schüler besonders im Grundschulbereich. Bei der Einschulung führt das bisherige Zuteilungssystem in Werl zu Ungleichgewichten in der Klassenstärke. Die GRÜNEN in Werl fordern ein flexibleres Zuteilungssystem und damit gerechte Entwicklungschancen an  unseren Grundschulen.


     
  • Schulsozialarbeit (multiprofessionelle Teams vor Ort) / Erziehungsberatungsstelle vor Ort
    Lehrerinnen und Lehrer übernehmen mehr und mehr Aufgaben der Sozialarbeit, doch es fehlt ihnen oft an Zeit und fundierter Ausbildung. Die Entwicklungschancen einzelner Schüler sinken und die Lehrqualität leidet. Die GRÜNEN in Werl fordern die Einstellung von Schulsozialarbeitern an unseren öffentlichen Schulen, um Kinder und Jugendliche auch in sozialen Belangen zu fördern und das Lehrpersonal zu entlasten. Ebenso soll die Erziehungsberatungsstelle stundenweise für Beratungsanlässe vor Ort sein.


     
  • Kids-TransFair
    Außerschulische Lernorte wie z. B. das Waldlabor können oft nur dann in die Lehre integriert werden, wenn lange und schwierige Anfahrten mit dem ÖPNV vorgenommen werden oder Eltern Fahrdienste zur Verfügung stellen. Fehlt diese Unterstützung ist die Nutzungsmöglichkeit eingeschränkt: Bildungschancen der Kinder und Jugendlichen sind somit beeinträchtigt. Die GRÜNEN in Werl fordern die Bereitstellung eines Schul-Shuttle-Busses (Kids-Transfair). Dieser steht den Schulen und Vorschuleinrichtungen und damit allen Kindern und Jugendlichen für den Besuch von außerschulischen Lernorten zur Verfügung.


 
Eine blühende Bildungslandschaft für unsere Werler Kinder und Jugendliche
  • Digitalisierung / digitale Administratoren (multiprofessionelle Teams vor Ort)
    Die Digitalisierung ist ein Grundpfeiler der heutigen Gesellschaft und der Bund leistet für unsere Schulen hier eine Anschubfinanzierung. Dieser Impuls droht zu verpuffen, wenn Geld und Personal für eine Verstetigung fehlen. Die GRÜNEN in Werl fordern ein angemessenes Budget und geschultes Personal, um die Implementierung und Weiterentwicklung der Digitalisierung an Werler Schulen sicherzustellen.


 
  • lernförderliche Lernumgebungen
    Lernen gelingt am besten in angemessenen Lernumgebungen. Bewegung unterstützt das Lernen darüber hinaus. Die GRÜNEN in Werl werden sich dafür einsetzen, unseren Kindern und Jugendlichen im Vorschul- und Schulalltag eine zeitgemäße und nutzungsgerechte Lern- und Sportumgebung zu sichern. Hier fordern wir auch mehr Personal (Hausmeister*innen), für die Instandhaltung, so dass die Nutzungsmöglichkeit vollumfänglich und dauerhaft gesichert ist.


 
  • ökologische und demokratische Bildung
    Anlässlich der gewaltigen Herausforderungen, denen unsere Gesellschaft gegenübersteht, müssen unsere Kinder und Jugendlichen möglichst früh an ökologische Zusammenhänge und demokratische Prozesse herangeführt werden. Hier wollen wir Lehrende und Mitarbeiter*innen in Kindergärten o. ä. unterstützen. Die GRÜNEN in Werl fordern den Ausbau von städtischen Fördermaßnahmen in Form eines Fonds für die ökologische und demokratische Bildung von Kinder- und Jugendlichen in Werl.

Bildung ist ein Grundpfeiler für die Entwicklung des Menschen und der Gesellschaft. Wir GRÜNE in Werl wollen für unsere Kinder und Jugendlichen den Zugang dazu verbessern: und zwar weitgehend und gerecht.


 

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Migration - Ein- und Auswanderung – Asyl

 
Die fast unbegrenzte Anpassungsfähigkeit des Menschen bezüglich
klimatischer, geologischer und sonstiger Vorgaben erlaubt es ihm, sich räumlich
- national und international - auf der Erde zu bewegen oder auch
niederzulassen, und zwar unabhängig von Hautfarbe, Geschlecht, Herkunft und
Schuhgröße.
So wird es auch gesehen im Artikel 13 der Menschenrechtserklärung der
Vereinten Nationen.
Artikel 14 befasst sich mit dem Asylrecht: "Jeder hat das Recht in anderen
Ländern vor Verfolgung Asyl zu suchen und zu genießen."
In der EU leben ca. 513 Millionen Menschen, 700000 Asylanträge von
Flüchtlingen sind in 2019 von Menschen außerhalb der EU gestellt worden, das
ist nach Grüner Einschätzung eine überschaubare Zahl; in Deutschland, mit
etwa 81 Millionen Einwohnern, waren es 2019 ca. 150000 Anträge.
Fluchtgründe sind Verfolgung, Hunger, Krieg. Deren Tatsächlichkeit zu
überprüfen ist Sache des Bundesamtes für Migration. Für die Grünen in der
Wallfahrtsstadt Werl gilt: St. Martin hatte recht, er teilte erstmal seinen Mantel
ohne Zögern und Rückfragen - so wollen wir es auch halten; Hintergründe und
Fluchtursachen sind natürlich auch zu analysieren und zu bewerten aber
nachrangig. So kann Zusammenleben, als Aufgabe verstanden, gelingen und ist
ja auch bei uns in Werl vielfach schon bemerkenswert gelungen.
Wir unterstützen deshalb u.a. die städtisch begleitete Initiative "Garten der
Kulturen" und anerkennen Europas/Deutschlands Mitverantwortung.
Wir, die Grünen in Werl, heißen grundsätzlich die Migranten und Flüchtlinge
willkommen. Wir möchten in Werl das Leben zwischen Migranten und NichtMigranten gemeinsam gestalten. Dazu müssen wir respektvoll miteinander
umgehen. Niemand darf in Werl aufgrund seiner Religion, Hautfarbe,
Geschlecht usw. benachteiligt werden. Dazu werden wir mit der Bevölkerung,
den Behörden und Unternehmen zusammenarbeiten.
Beim Ankommen ist es sehr wichtig, zunächst eine Bleibe zu haben und dann
die Sprache zu erlernen. Danach geht es darum, einen Ausbildungsplatz oder
eine Arbeitsstelle zu finden.
Wir werden dafür Sorge tragen, dass alle, die bei uns leben, auch eine echte
Chance bekommen.



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Thema Mobilität

Kaum etwas wird in Deutschland so emotional diskutiert wie das Thema Mobilität. Nach wie vor ist das Auto das Statussymbol schlechthin (Wie erklären Sie sich sonst die allen Vernunftsgründen widersprechende Zunahme von SUV‘s?) und nach wie vor verkörpert das eigene Fahrzeug doch den Inbegriff von individueller Freiheit und Flexibilität. Dabei signalisieren uns die zunehmenden Staus, überlastete Straßen sowie zugeparkte Geh- und Fahrradwege und nicht zuletzt die Unfallzahlen, täglich auf‘s Neue, dass ein „Weiter so!“ eigentlich jeglicher Vernunft widerspricht.
Die Fakten begegnen uns alltäglich hautnah,- nicht nur in Diskussionen um Feinstaubbelastungen, Dieselskandal und alternative Antriebstechnologien. Dabei verdrängen wir nur zu gerne, dass nicht nur die globalen CO2- Belastungen durch den Verkehr unser Klima bedrohlich verändern, sondern auch Mensch und Umwelt vor Ort einen hohen Preis für unser Festhalten an einem überkommenen Mobilitätskonzept zahlen. Aufgeschreckt durch die globalen Auswirkungen, durch Bekanntwerden von Gesundheitsrisiken aufgrund von Luftbelastungen und nicht zuletzt durch einen zunehmend geschädigten Wald in unmittelbarer Umgebung wird uns die Kehrseite unserer Mobilität und die Notwendigkeit einer grundlegenden Veränderung immer deutlicher. Aber glauben wir, wenn alle Dieselstinker auf Elektroantrieb umsteigen, wären all unsere Probleme gelöst? Egal, mit welcher Art von Motor ein Fahrzeug angetrieben wird,- jeder PKW oder LKW in der Stadt stellt eine potentielle Gefährdung dar, insbesondere für die vermeintlich schwächsten Verkehrsteilnehmer: Kinder, beeinträchtigte Menschen oder auch Radfahrer, sagt uns die Vernunft ...
Um es abzukürzen, wir brauchen keine weiteren Fakten, wir brauchen eine andere, eine nachhaltig gemeinwohlorientierte Mobilität.
Das geht nur mit einem massiven Ausbau des ÖPNV, dem Ausbau von Radwegen und sicheren Schulwegen und der Gewähr, dass zunehmend jeder zu jeder Zeit sein Ziel auch ohne eigenes Auto erreichen kann.
Lassen Sie uns ein wenig träumen! Busse fahren stündlich, unsere Kinder kommen sicher zu Fuß oder mit dem Rad zur Schule, Besuche am Wochenende sind auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln möglich, der Einkauf geht auch ohne Auto … Bus und Taxi sind bezahlbar, das tägliche Unterwegs-sein ist frei von Angst vor Unfällen.

Warum soll das nicht möglich sein? Was hindert uns? - Mobilität geht anders!


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Wir danken unseren Wählerinnen und Wählern!
Wir hoffen, dass wir uns Euer Vertrauen in den kommenden Jahren durch unsere Arbeit  verdienen können!
Wir verstehen nicht, dass mehr als die Hälfte der Werlerinnen und Werler
darauf verzichtet sich politisch vertreten zu lassen und nicht gewählt hat!
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