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Verleihung des Werler Umweltpreises 2025

Verleihung des Werler Umweltpreises 2025

Herzlichen Glückwunsch an alle Preisträger*innen des Umwelt- und Jugendumweltpreises 2025 der Stadt Werl: Werler Klimatreff, Walburgis- und Norbertschule, Ursulinengymnasium und -realschule. Mit kreativen Projekten zeigt ihr, wie vielfältig und wirkungsvoll Einsatz für Nachhaltigkeit vor Ort sein kann. Dieser Preis macht deutlich, wie wichtig gemeinsames Engagement für den Schutz unserer Umwelt und die Zukunft kommender Generationen ist.

Überreicht wurde der Jugendumweltpreis für das Ursulinengymnasium von Jakob Halekotte, Bündnis 90/ Die Grünen. In seiner Laudatio würdigt er das Engagement der Schüler*innen, die mit ihrem kreativen Projekt eindringlich zeigen, dass Umweltschutz eine gemeinsame Verantwortung ist und schon durch bewusstes Handeln im Alltag konkrete Veränderung möglich wird:

 

Liebe Schüler*innen der Klasse 7a des Ursulinengymnasiums,

Es ist mir eine große Freude, heute hier zu stehen und euch zu einem Projekt gratulieren zu dürfen, das genau das verkörpert, was ich mir für unser aller Zukunft wünsche: Kreativität, Verantwortung und den Mut, Dinge zu verändern.
Aber ihr habt nicht nur ein Projekt gemacht. Ihr habt eine Botschaft formuliert. Und zwar auf eine Weise, die hängen bleibt – im Kopf und im Herzen. Euer Song beginnt mit den Worten: „Sauberes Wasser, klare Zukunft im Blick – wir schützen die Flüsse, sonst kehrt nichts zurück.“ Das ist kein komplizierter wissenschaftlicher Zusammenhang. Das ist eine ganz einfache Wahrheit. Und genau das ist der Punkt, an dem wir Erwachsenen uns manchmal ertappt fühlen sollten.
Warum braucht es immer wieder die Jugend, die uns an das Offensichtliche erinnert und uns den Spiegel unserer gesellschaftlichen Versäumnisse vorhält, ganz direkt und – in eurem Fall - zugleich bemerkenswert stilvoll.

Vielleicht, weil ihr den Mut habt, klar zu sagen, was ist.
Vielleicht, weil ihr noch nicht gelernt habt, Probleme kleinzureden oder wegzuschieben.
Und vielleicht auch, weil ihr spürt, dass es um eure Zukunft geht – nicht irgendwann, nicht irgendwo, sondern jetzt und hier.
Denn wenn ihr singt: „Wir alle sind schuld, wenn der Müll einfach bleibt“, dann ist das kein Vorwurf – sondern ein Weckruf. An uns alle.

Und genau das ist der Kern dieses Umweltpreises der Stadt Werl: Zu verstehen, dass Umweltschutz nicht irgendwo „da draußen“ passiert. Sondern hier. Bei uns. In unserem Alltag.

In der Ausschreibung heißt es, dass es darum geht, die Lebensgrundlagen von Pflanzen, Tieren – und selbstverständlich auch von uns Menschen – zu schützen. Ich möchte das daher an dieser Stelle noch einmal ganz deutlich sagen: Umweltschutz ist keine grüne Ideologie, sondern eine grundlegende Verantwortung einer Gesellschaft. Umweltschutz ist Menschenschutz. Ihr habt das erkannt. Und wir alle sollten uns häufiger daran erinnern:

Wenn wir unsere Flüsse sauber halten, schützen wir unser Trinkwasser.
Wenn wir Ressourcen schonen, sichern wir Lebensgrundlagen.
Wenn wir verantwortungsvoll handeln, geben wir kommenden Generationen eine Chance auf ein gutes Leben.

Oder, um es mit euren Worten zu sagen: „Unsere Umwelt zählt und wir sagen okay.“ Aber ihr seid noch einen Schritt weiter gegangen. Ihr habt nicht nur gesungen. Ihr habt gehandelt. Eure Kleiderbörse ist ein wunderbares Beispiel dafür, wie aus Bewusstsein konkrete Veränderung wird. Während in der Welt der sogenannten „Fast Fashion“ Kleidung oft nur noch kurz getragen und schnell weggeworfen wird, habt ihr ein Zeichen dagegen gesetzt: Das ist gelebte Nachhaltigkeit. Das ist Ressourcenschonung. Und das ist Solidarität. Oder, um es in eurem Sinne zu sagen: „Kleiner Einsatz bringt Veränderung herbei.“

Genau diese Verbindung macht euer Projekt so besonders: Ihr verbindet Kunst und Aktion. Gefühl und Verantwortung. Musik und konkretes Handeln. Denn Musik war schon immer mehr als Unterhaltung - Musik ist Protest. Musik ist Ausdruck. Musik kann Menschen erreichen, bewegen und verändern. Genau diese Kraft nutzt ihr mit eurem Song. Wenn ihr singt: „Wir wollen Aktion, wir wollen Gesicht“,
dann zeigt ihr: Ihr seid bereit, Verantwortung zu übernehmen. Und ihr seid nicht nur bereit dazu. Ihr macht das auch. Das ist der Grund, warum wir euch heute feiern.

Denn die Herausforderungen unserer Zeit sind groß. Klimawandel, Umweltverschmutzung, Ressourcenknappheit – das sind keine kleinen Aufgaben. Aber eure Antwort darauf ist ebenso klar wie stark: Nicht abwarten. Nicht resignieren. Sondern handeln. Und ihr zeigt uns allen: Es geht.
Es geht, wenn man anfängt.
Es geht, wenn man gemeinsam arbeitet.
Und es geht, wenn man den Mut hat, laut zu werden.

Am Ende eures Songs heißt es:
„Denn wer heute was tut, der bestimmt, was geschieht – für ’ne Zukunft, die sauber ist, vergiss das nie.“ Ich glaube, treffender kann man es nicht sagen.

Liebe Schüler*innen der Klasse 7a,
Ihr seid ein Vorbild – nicht nur für andere Schulen, sondern für uns alle.
Ihr erinnert uns daran, dass Veränderung möglich ist.
Dass Verantwortung bei jedem Einzelnen beginnt.
Und dass Engagement Spaß machen kann.

Im Namen der Jury, gratuliere ich euch ganz herzlich zu diesem wohlverdienten Preis in Form von ebenfalls 250 €.

Bleibt laut.
Bleibt kreativ.
Und vor allem: Bleibt dran.

Herzlichen Glückwunsch!